Unsere Tumor-Immunologie-Pipeline.

Unter den Checkpoint-Markern der Tumorimmunologie legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die hochkomplexe TIGIT-Achse. Mit TG1 und TG2 (TIGIT) sowie R12 (CD112R/PVRIG) sind zentrale Rezeptoren dieser Achse bereits durch freigegebene Klone abgedeckt. Das nächste Target in Entwicklung ist CD155 — der Ligand im Zentrum dieser Achse.

  • Target CD155 (PVR)
  • Stadium Frühe Entwicklung — Kandidatenklone
  • Nächster Schritt IHC-Prüfung an FFPE-Gewebe

CD155 — weitere Klone.

CD155 (Poliovirus-Rezeptor, PVR) ist der gemeinsame Ligand zweier gegensätzlicher Rezeptorsysteme auf natürlichen Killerzellen und T-Zellen: Es bindet sowohl den kostimulatorischen Rezeptor CD226 als auch die koinhibitorischen Rezeptoren TIGIT und CD96. Ob eine Immunzelle aktiviert oder gebremst wird, hängt deshalb davon ab, welcher dieser Rezeptoren im Gewebe an CD155 bindet.

Diese Komplexität lässt sich am besten mit mehreren Antikörperklonen untersuchen, die an unterschiedliche Epitope von CD155 binden. Wir entwickeln deshalb weitere CD155-Klone als Ergänzung zu unseren freigegebenen Klonen gegen TIGIT (TG1, TG2) und CD112R/PVRIG (R12), damit die TIGIT-Achse im selben Gewebe sowohl auf der Rezeptor- als auch auf der Ligandenseite untersucht werden kann.

CD155: 17 Kandidatenklone für den nächsten Entwicklungsschritt

CD155, auch PVR genannt, steht an einer biologisch interessanten Schnittstelle zwischen Tumor- und Immunzellen. Es interagiert unter anderem mit dem inhibitorischen Immunrezeptor TIGIT und dem aktivierenden Rezeptor CD226. Die räumliche Darstellung von CD155 im Zusammenspiel mit weiteren Immunzellmarkern kann deshalb für Forschungsprojekte zur TIGIT-Achse und zum Tumormikromilieu von besonderem Interesse sein.

Wo das Projekt heute steht

Jürgen Frerichs initiierte die Herstellung von Antikörperklonen gegen CD155. ONCOdianova hat in diese Entwicklung investiert. Aus der Herstellung liegen heute 17 CD155-Kandidatenklone für die nächste wissenschaftliche Entwicklungsphase vor.

Im nächsten Schritt sollen die 17 Klone stufenweise experimentell untersucht werden. Ziel ist es, geeignete Kandidaten zu identifizieren und diese anschließend an ausgewählten Kontroll- und Tumorgeweben eingehender zu charakterisieren.

Auf diese Weise kann aus einem frühen Kandidaten ein reproduzierbar einsetzbares Forschungsreagenz für eine klar definierte gewebebasierte Anwendung entstehen.

17 Kandidaten für Ihr CD155-Projekt

CD155/PVR ist ein etabliertes Forschungstarget, für das bereits verschiedene kommerzielle Antikörper verfügbar sind. Der Mehrwert unseres Pipeline-Programms liegt deshalb nicht darin, einen weiteren fertigen CD155-Antikörper anzubieten, sondern darin, einer Forschungsgruppe Zugang zu 17 Kandidaten für die eigene wissenschaftliche Auswahl und Weiterentwicklung zu ermöglichen.

ONCOdianova verfügt über 17 CD155-Kandidatenklone, die für die nächste wissenschaftliche Entwicklungsphase bereitstehen. Eine erfahrene Forschungsgruppe, ein pathologisches Labor oder ein Entwicklungspartner kann einen oder mehrere dieser Kandidaten selbst untersuchen, vergleichen und weiter charakterisieren.

Der Partner kann die Kandidaten unter den für das eigene Forschungsprojekt relevanten Bedingungen prüfen – beispielsweise an humanem FFPE-Gewebe, mit eigenen Kontrollen sowie auf einer etablierten IHC- oder Multiplex-Plattform. Dadurch kann die wissenschaftliche Ausrichtung der weiteren Entwicklung wesentlich durch die Fragestellung und Erfahrung des beteiligten Partners mitgestaltet werden.

ONCOdianova stellt die vereinbarten CD155-Kandidatenklone und den wissenschaftlichen Austausch zur Verfügung. Die experimentelle Prüfung, Optimierung und Validierung erfolgt durch den Entwicklungspartner auf eigenes Entwicklungsrisiko und eigene Kosten. Dazu können das vergleichende Screening der Klone, die Entwicklung geeigneter Versuchsbedingungen, die Untersuchung von Kontroll- und Tumorgeweben sowie der Vergleich mit bereits etablierten Forschungsreagenzien gehören.

Die Klone verbleiben bei ONCOdianova.

Wissenschaftliche und wirtschaftliche Perspektive

Für den Entwicklungspartner entsteht damit die Möglichkeit, aus einem frühen Kandidaten ein eigenes wissenschaftliches Entwicklungsprojekt aufzubauen und dessen weitere Richtung aktiv mitzugestalten.

Eine wissenschaftliche Veröffentlichung geeigneter Ergebnisse ist ausdrücklich erwünscht. Autorenschaft und wissenschaftliche Anerkennung richten sich nach dem tatsächlichen Beitrag der Beteiligten und den Regeln des jeweiligen Fachjournals.

Wenn sich aus der gemeinsamen Entwicklungsarbeit ein wissenschaftlich und wirtschaftlich erfolgreicher Klon entwickelt, kann bereits vor Beginn der Zusammenarbeit eine erfolgsabhängige wirtschaftliche Beteiligung vereinbart werden. Diese kann sich – abhängig vom Beitrag und der gemeinsamen Vereinbarung – auf den betreffenden Klon, dessen weitere Verwertung oder daraus erzielte Umsätze beziehen.

Auch weitergehende Kooperations-, Beteiligungs- oder Lizenzmodelle können individuell vereinbart werden, wenn dies für das jeweilige Projekt sinnvoll ist.

Umfang und Bedingungen der Zusammenarbeit, die Rechte an den Ergebnissen, die wissenschaftliche Veröffentlichung, die Verwendung der überlassenen Materialien sowie eine mögliche wirtschaftliche Beteiligung werden vor Beginn der jeweiligen Entwicklungsphase individuell und schriftlich festgelegt.

Sie arbeiten bereits mit CD155, TIGIT, der TIGIT-Achse oder humanem FFPE-Tumorgewebe und möchten einen der 17 CD155-Kandidaten wissenschaftlich prüfen und seine weitere Entwicklung aktiv mitgestalten? Dann freuen wir uns auf ein vertrauliches Gespräch.

CD155-Kooperation anfragen

Frühes Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Die Anwendungseignung der 17 Klone ist Gegenstand der geplanten wissenschaftlichen Prüfung. Nur für Forschungszwecke.

Nur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.