Von Dianova zu ONCOdianova: wissenschaftliche Kontinuität

Jürgen A. Frerichs verbindet mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Entwicklung und Charakterisierung von Antikörpern mit einer besonderen Nähe zur gewebebasierten Forschung. Über viele Jahre prägte er die wissenschaftliche Ausrichtung von Dianova und den Aufbau eines spezialisierten Portfolios besonderer Antikörperklone.

Mit ONCOdianova führt er diese Arbeit weiter. Im Mittelpunkt stehen dokumentierte Antikörperklone für die Immunonkologie und Biomarkerforschung sowie deren gezielte Weiterentwicklung für anspruchsvolle gewebebasierte Anwendungen.

Porträt von Jürgen Frerichs, Gründer der ONCOdianova GmbH.
Jürgen A. Frerichs · Gründer und Geschäftsführer der ONCOdianova GmbH

Fortführung bei ONCOdianova

Nach dem Verkauf von Dianova im Jahr 2020 setzte Jürgen Frerichs seine wissenschaftliche Arbeit bei ONCOdianova fort. Etablierte Produktbezeichnungen, Katalognummern, Datenblätter und Vertriebswege wurden weitergeführt. Dadurch blieben bekannte wissenschaftliche Referenzen und die eindeutige Zuordnung der Klone erhalten.

Diese Geschichte ist bis heute in Publikationen und Antikörperpanels sichtbar. Dort kann weiterhin der Name Dianova erscheinen, weil die betreffenden Klone über viele Jahre unter dieser Bezeichnung dokumentiert und in der Forschung etabliert wurden.

Ein Beispiel ist der Anti-TIGIT-Klon TG1, der auch in neueren wissenschaftlichen Quellen noch mit historischen Dianova-Angaben geführt werden kann.

ONCOdianova-Produkte werden weiterhin über BIOZOL angeboten. Auch deshalb bleiben bekannte Dianova-Bezeichnungen in Produkt- und Bezugsinformationen sichtbar.

Das Gewebe als wissenschaftlicher Maßstab

Für Jürgen Frerichs war bei der Antikörperentwicklung entscheidend, wie ein Antikörper im Gewebe funktioniert. Ein geeigneter Forschungsantikörper sollte seine Zielstruktur klar und reproduzierbar in formalinfixiertem, paraffineingebettetem Gewebe sichtbar machen und gleichzeitig den räumlichen Zusammenhang des Gewebes erhalten.

Gerade in der Immunonkologie ist diese Information besonders wertvoll. Sie ermöglicht es, Biomarker nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel von Tumorzellen, Immunzellen und weiteren Bestandteilen des Tumormikromilieus zu untersuchen.

Seine Vorstellung vom optimalen Forschungsantikörper

Ein hochwertiger Forschungsantikörper verbindet für ihn eine eindeutige Zielerkennung mit einem klaren Färbemuster, einer überzeugenden Signal-Hintergrund-Trennung und reproduzierbaren Ergebnissen unter definierten Bedingungen.

Ebenso wichtig ist die Möglichkeit, verschiedene Marker miteinander zu kombinieren. Deshalb stehen bei ONCOdianova humane FFPE-Gewebe, Brightfield-IHC, Fluoreszenz-Multiplex-IHC und weitere gewebebasierte Forschungsmethoden im Mittelpunkt.

Erfahrung als Grundlage für Weiterentwicklung

Diese wissenschaftliche Haltung prägt das ONCOdianova-Portfolio bis heute. Die bestehenden Klone bilden die Grundlage für die kontinuierliche Entwicklung besonderer Forschungsantikörper für relevante Biomarker und Checkpoint-Achsen.

Ziel ist es, Forschenden Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen sich humane Gewebe und ihre räumlichen biologischen Zusammenhänge präzise untersuchen lassen.

Der nächste wissenschaftliche Schritt: CD155

Diese Vorstellung führte Jürgen Frerichs zu einem weiteren Target: CD155, auch PVR genannt. CD155 steht an einer wichtigen Schnittstelle der Kommunikation zwischen Tumor- und Immunzellen. Es interagiert unter anderem mit dem inhibitorischen Immunrezeptor TIGIT und dem aktivierenden Rezeptor CD226.

Jürgen Frerichs ließ deshalb auch Antikörperklone gegen CD155 herstellen. Aus dieser Herstellung liegen 17 Klone vor, die heute zur frühen ONCOdianova-Pipeline gehören.

Im nächsten Entwicklungsschritt werden diese 17 Klone systematisch untersucht, um geeignete Kandidaten für klar definierte gewebebasierte Forschungsanwendungen zu identifizieren.

ONCOdianova sucht hierfür einen erfahrenen wissenschaftlichen Partner, der diesen nächsten Entwicklungsschritt gemeinsam mit uns gestalten möchte.

CD155-Pipeline entdecken

Nur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.